Stimmige Kirchgemeindeversammlung

Sozialdiakonin Rahel Fritschi eröffnete mit einem, zur Gartensaison, passenden Besinnungswort die Versammlung. Anhand eines „Schnecken-Gebets“ machte sie auf Charakterschwächen aufmerksam, die immer auch eine Stärke bedeuten können. So konnten die Anwesenden anschliessend mit einem Lächeln im Gesicht der Auslegung der verschiedenen Traktanden des Vorsitzenden folgen. Keiner der Sitzungspunkte bot diesmal Diskussionsbedarf. 

Sämtliche Traktanden wurden einstimmig genehmigt, wobei das Erfreulichste wohl die Wahl von Pfarrer Heinz Brauchart, für den Rest der Amtsdauer 2019/2022, als neues Synodenmitglied war. Dieser bedankte sich für das Vertrauen und versprach, dass er als politischer Vertreter die Brücke zwischen den beiden Kirchgemeinden und dem Kirchenrat in Aarau sein wolle. 

Walter Schaad, abtretendes Synodenmitglied, berichtete über Beschlüsse der kürzlich erfolgten Synodensitzung. Die Teilrevision der Kirchenordnung werde in Zukunft den Kirchenpflegen einen grösseren Spielraum in Sachen Taufen und speziellen Gottesdiensten bieten. Sozialdiakonen ohne Laienausbildung können in Zukunft mit mehr Kompetenzen rechnen und die Notrechtsklausel, wie sie bei Ausbruch der Pandemie nötig wurde, waren ebenfalls Bestandteil der Diskussionen und Beschlüsse des kirchlichen Parlaments.

Kurt Hirt konnte ohne Unterbrechung durch die ersten Traktanden führen, welche Begrüssung, Wahl des Stimmenzählers, Genehmigung der Traktandenliste, Genehmigung Protokoll der Kirchgemeindeversammlung vom 17. Januar 2021, sowie die Wahl des neuen Synodemitgliedes Heinz Brauchart beinhalteten.

Unter dem Traktandum „Informationen“ hatte er allerlei aus dem kirchlichen Alltag zu berichten. Die Mitgliederzahlen schwinden seit langem um 1,5% jedes Jahr. Hin und wieder tritt auch jemand ein und bringt sich danach aktiv in der Gemeinde ein. Während der Pandemie musste vieles abgesagt oder verändert werden, sodass Anlässe ihren wahren Charakter verloren haben. Das Bistro Chilerain schloss seine Tür für acht Monate. Dieses wurde nun aber wieder eröffnet und erfreute sich über regen Zulauf gleich am ersten Dienstag. 

Ein grosses Dankeschön sprach der Vorsitzende in Richtung Brockenstube Chorlihaus, unter der Leitung von Max Burgherr, aus. Im Laufe der letzten beiden Jahre hat diese im Wert von Fr. 55‘000.- eine moderne Schliessanlage und eine neue Lautsprecheranlage für die Kirche finanziert. Im Kirchgemeindehaus steht dank der Brockenstube eine neue Kaffeemaschine und in beiden Kirchgemeindehäusern wurden Maler- und Renovationsarbeiten übernommen. Auch das Konfirmandenlager erhält jeweils einen grosszügigen Zustupf aus der Brockikasse. 

Dass nicht immer alles rund läuft, bewies in letzter Zeit das Schweigen der Kirchenuhr. Diese ist jetzt aber repariert, wie auch das eingeschlagene Kirchenfenster, für das wohl ein Vogel zur Verantwortung herbei gezogen werden müsste. Der Livestream, welcher während des Lockdowns eingerichtet wurde, ist trotz der neuen Tonanlage noch problembehaftet, wird aber in Zukunft für spezielle Gottesdienste weiter betrieben und kann über die Website der Kirche (www.kirche-gz.ch) eingesehen werden. 

Zufrieden mit der Kirchenrechnung 2020 zeigte sich anschliessend Markus Müller, der Präsident der Prüfungskommission. Abschreibungen und unerwartete Steuereinnahmen ergeben einen kleinen Ertragsüberschuss von Fr. 7240.96. Die finanzielle Situation sei momentan in bester Ordnung. Finanzausgleich, Brockenstube und das neu geschaffene Förderkonto, welches für den Personalaufwand genützt wird, helfen mit, die Kirchenrechnung zu entlasten. Müller schloss mit den Worten: gute Ereignisse führen zu einem sehr guten Ergebnis.

Der Kirchenpflegepräsident schloss die Versammlung mit dem Aufruf, dass noch ein Kirchenpflegemitglied sowie Leute für den Fahrdienst gesucht werden. Berufene sollen sich bei einem Kirchenpflegemitglied melden. Einmal mehr ohne Apero, dafür coronakonform, machte man sich auf den Heimweg oder in eine der nahen Gartenwirtschaften.

(eh)