Kirchgemeindeversammlung vom 17.01.2021

Dass Gott unsere Zuflucht und unsere Zuversicht sein will und daraus Dankbarkeit und

Freude wachsen, kam deutlich zum Ausdruck im feierlichen Gottesdienst, welcher ein

Gemeinschaftswerk der beiden Ordinierten Brauchart und Fritschi war. Anhand eines

einstudierten Dialogs zeigten sie auf, welche Gedanken sie beschäftigen, wenn es um

„Gemeinschaft leben trotz schwieriger Umstände“ geht. Brauchart gestand, auch schon

mal unter dem Coronablues gelitten und dabei aber den Humor nicht verloren zu

haben. Fritschi dagegen erklärte der Gemeinde, dass Jesus immer in unserer Mitte sei

und uns einlade, in seiner Nähe Ruhe zu finden und Lasten abzulegen. Man soll auch

immer wieder Kraft aus einem persönlichen Kraftort schöpfen. Dort dann Zeit finden,

sich hinzusetzen und hinzuhören. Brauchart erklärte ergänzend, dass Gemeinschaft

Zeit brauche, wie auch Menschen die einen tragen und auch mal Stille aushalten

würden. Eine Gemeinschaft, die nicht nur in der Familie, sondern auch in der

umgebenden Gesellschaft gefunden werden könne. Eine Gemeinschaft, die auch mit

Masken und Abstand gelebt werden könne. Kreativität sei gefragt und immer wieder

Geduld, Geduld, Geduld. Rahel Fritschi hatte ein paar Tipps für’s Aushalten dabei: Sei

geduldig mit dir! Nimm diese Phase wie eine Dusche oder einen Zahnarztbesuch!

Suche dir Hilfe und rede darüber, wie es dir wirklich geht! Sei noch viel aufmerksamer

dafür, wie es dir geht und was du brauchst! Glaube nicht dem inneren und auch nicht

den äusseren Pessimisten, denn das Kapitel des Lebens geht weiter!

 

Die Begrüssung zur Kirchgemeindeversammlung oblag danach dem Kirchenpflege-

präsidenten Kurt Hirt. Er äusserte seine Freude über das relativ zahlreiche Erscheinen

zur Versammlung, obwohl er dies auf Grund der winterlichen Verhältnisse nicht erwartet

hätte. Die ersten Traktanden waren schnell erledigt. Als Stimmenzähler gewählt war

Kurt Bolliger. Er zählte 21 Stimmberechtigte, was ein absolutes Mehr von 11 ergab. Das

letzte Protokoll vom 15.9.2020 wie auch die Traktandenliste wurden einstimmig

angenommen. 

 

Das Budget 20/21, welches aus gegebener Situation etwas verzögert erschienen ist,

wurde ebenfalls ohne Gegenfragen bestätigt und angenommen. Marc Hess erklärte,

dass die tieferen Steuererträge Auswirkung auf die Zahlen haben, welche nicht als

berauschend empfunden werden können, aber vom Gremium der Kirchenpflege

möglichst eingehalten werden würde. Ein kleines Defizit sei inzwischen rundum üblich,

bestätigte Kurt Hirt. 

 

Das Traktandum „Informationen“ bot danach Wisssenswertes zu den Mitgliederzahlen,

die eine stetige Abnahme, vor allem bei den Stimmberechtigten aufzeigt. Pfarrer Heinz

Brauchart hatte seine Wahl mit schönem Resultat gewonnen. Die Amtseinsetzung wird

Mitte Juni stattfinden. In Zusammenarbeit mit ihm wurde beschlossen, dass mit

möglichst wenigen Stellvertretungen gearbeitet werden wird in Zukunft. Er wird die

meisten Kasualien selbst vornehmen. Weitere Informationen betrafen kirchliche

Anlässe. Viele davon mussten gestrichen werden, weil sie nicht coronakonform

durchgeführt werden konnten. Gottesdienste dürfen aber weiterhin stattfinden mit

Abstandsregeln, Maskenpflicht und dem nicht Überschreiten von fünfzig Teilnehmern.

Das Kirchlein in Zetzwil wird in nächster Zeit nicht berücksichtigt werden können, weil

es zu klein ist. Ebenfalls das beliebte Mitarbeiteressen musste gestrichen werden. Die

freiwilligen Mitarbeiter erhielten zusammen mit einem Dankesschreiben einen Volg-

Gutschein, welcher offenbar sehr gerne angenommen wurde. 

 

Kirche und Kirchgemeindehaus erhalten Internet. Bis Ende dieses Monats werden

Gottesdienste von zuhause aus über Computer oder Handy miterlebt werden können.

Hirt regt die ältere Generation an, sich Hilfe beim Einrichten der Seite zu holen. Die

Gottesdienste werden in Zukunft mit Bild und Ton auch vom Kirchgemeindesaal aus

verfolgt werden können. 

 

Ebenfalls unter dem Traktandum Informationen berichtete Rahel Fritschi über ihre

Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Das Konflager war ein Erfolg und die

Jugendlichen sind begeistert, auch weiterhin Angebote zu nützen, welche auf der

Homepage ersichtlich sind. Das „Fiire met de Chliine“ wurde umbenannt in „Fiire im

Wald“ oder „Fiire in der Natur“, damit auch die älteren Kinder angesprochen werden.

Dies hat bereits, anlässlich des Postenlaufs im Advent, Wirkung gezeigt. Es haben sich

deutlich mehr Familien zum Mitmachen eingefunden als bisher. 

 

Eine weitere Information betraf das „Bistro Chilerain“ und das Kirchenkaffe. Diese

bleiben natürlich weiterhin geschlossen wie alle Restaurationsbetriebe. Das Bistro ist

aber gut angelaufen und hat bereits einen Reingewinn von ca. Fr. 2000.- erwirtschaftet.

 

Das vor einem Jahr gegründete Förderkonto hat sich ebenfalls erfreulich entwickelt. Es

wurden vermehrt namhafte Beiträge gespendet und umfasst momentan Fr. 13‘500.--

Kurt Hirt bedankt sich für das grosse Vertrauen und verspricht, mit den Ressourcen

sorgfältig und verantwortungsbewusst umzugehen. 

 

Beim letzten Traktandum ging es um Verabschiedungen. Zu verabschieden gab es

Barbara Gautschy. Sie arbeitete von 1979 – 2011 als Kirchenpflegerin und danach über

elf Jahre als Kirchensigristin. Nun steht ihre Pensionierung vor der Türe und das

Arbeitsverhältnis löst sich automatisch auf. Hirt bedankte sich bei Barbara, die nicht

anwesend sein konnte, mit den Worten, dass es nicht selbstverständlich sei, dass

jemand eine so lange Zeit für die Kirchgemeinde arbeite. Verabschiedet wurde auch

Mark Bühler. Er amtierte vierzehn Jahre lang als Kirchenpfleger. Spontan entschied er,

sich weiterhin im Fahrdienst einzubringen. Als bekannter Bücherwurm erhielt er zum

Dank einen Büchergutschein. 

(eh)