Erste Firobe-Chile im neuen Jahr

Die Handvoll Besucher, welche sich unter Einhaltung der inzwischen gewohnten Schutzmassnahmen in der schönen Gontenschwiler Kirche einfanden, kamen zu einem Genuss besonderer Art.

 

Als Einstieg fallen leise Klänge wie Tropfen in die Stille des sakralen Raums. Sie fangen die ruhelosen Gedanken ein und lassen zur Ruhe kommen - Ein Hang besteht aus zwei Stahlblech-Halbkugeln. Erica Fankhauser aus Zetzwil holt mit ihren Händen wohltuende und bis ins Innerste eindringende Klänge aus den Klangfeldern ihres Instrumentes.

 

Pfarrer Heinz Brauchart nahm die Ikone "Der aufgebrochene Himmel" und Auszüge aus dem Tagebuch von Josua Bösch, Pfarrer und Goldschmid, als Thema seiner Predigt. Die Venus, welche am nächtlichen Himmel zu sehen ist, zeigt sich uns als Morgenstern. Dieser überwindet die Dunkelheit und bringt Licht auf die Erde und in die Herzen der Menschen. Der Hintergrund der Ikone fragt nach Ängsten und Sorgen des Lebens und beim Aufbrechen des Himmels geht es immer auch um Abschiede und Loslassen. Das Bild ist eine offene Anregung zur Begegnung und zum gemeinsamen Unterwegssein.

 

Die von Erica Fankhauser mit Klangschalen angeleitete Lichtmeditation liess die Anwesenden bei sich ankommen und in eine kurzzeitige Schwerelosigkeit gleiten.

 

Als der Himmel für mich aufbrach... Zu dieser Aussage hatten einige Gemeinde-mitglieder berührende Erlebnisse aus dem eigenen Leben dabei. Der Himmel bricht auf, wenn wir merken, dass Jesus uns frei machen will und wir alte Muster ablegen und offen zu unserem Ich stehen dürfen. Eine Grossmutter, welcher im Angesicht ihres strahlenden Enkelkindes der Himmel aufbricht oder er bricht auf, wenn aus heiterem Himmel ein zweites Leben geschenkt wird, weil die Himmelstüre noch verschlossen ist.

 

Rahel Fritschi machte mit dem Lied "10'000 Gründe die Seele singen zu lassen, zu hoffen und dankbar sein" bewusst, dass immer wieder ein neuer Tag anbricht, an dem uns vergeben wird und wir getröstet werden. Und am Ende, wenn unsere Kräfte schwinden, wird unsere Seele immer noch weiter singen dürfen...

 

Ein feiner und leiser Gottesdienst am Samstagabend. Schlussendlich geht es darum, das Licht zu erkennen, ins eigene Leben zu lassen und immer weiter zu geben, Pfarrer Brauchart in seinem Schlussgebet betonte.

(eh)

 

"Achtet auf das Licht, das da scheint an einem dunklen Ort, bis der Tag anbricht und der Morgenstern aufgeht in euren Herzen. 2. Petrus 1.19"