Grönland-Multivisionsshow für die GenerationPlus

Sich für ein paar Stunden in die Welt der Eisberge, Fjorde, Eisbären und Buckelwale entführen zu lassen, waren ein absoluter Genuss und ein tolles Erlebnis.

Grönland ist die weltgrösste Insel und besitzt gleichzeitig die kleinste Besiedlungsdichte. Zwischen den Ortschaften gibt es kaum Verbindungsstrassen. Kajak und Schlittenhunde sind das perfekte Fortbewegungsmittel. Ausser Fisch muss alles importiert werden, was die Grönländer zum Leben und zum Bauen benötigen. Mit Schiffen und kleinen Flugzeugen werden Holz, Autos und alle restlichen Konsumgüter wöchentlich auf die Insel gebracht. Da die Wohnhäuser entweder auf Felsen oder Permafrostböden stehen, gibt es keine Wasserleitungen. Die örtlichen, gemeindeeigenen Wasserzapfstellen sind je nach Witterung schwierig zu erreichen.

 

Denk nahm die rund zwanzig Zuhörer auf eine abenteuerliche Wander- Zelt- und Kajaktour mit. Bilder von Gletschern, Eisbergen, Buckelwalen sowie Packeis im Frühling und immer wieder auch blühenden Weiden und schroffe Felsformationen fesselten und liessen die Zuhörer im verdunkelten Saal jeden für sich virtuell an dieser grossartigen Reise und Landschaft teilhaben.

 

Die Klimaveränderung bringe gewisse Vorteile für Grönland, erklärte der Redner, nicht ohne darauf hinzuweisen, dass sich die Erderwärmung natürlich negativ auf die Tierwelt auswirkt. Anstelle der zurückweichenden Gletscher würden nun vermehrt Wiesen, Heideblumen und Pilze wachsen. Ja, sogar Erdbeeren und Rhabarber gedeihen mittlerweile auf der kargen Insel. Gras und Heu kommen der Schafzucht zugute. Die Grönländer leben hauptsächlich von der Fischerei und der Jagd. Robben und Buckelwale werden ausschliesslich zum Eigenbedarf gejagt und dürfen nicht exportiert werden.

 

Dass eine Reise in diese Ecke unseres Planeten eine Reduktion zum Wesentlichen mit sich bringe, betonte Martin Denk ebenfalls. Wärme, trockene Kleidung und bei Sturm ein Dach über dem Kopf seien das Wichtigste. Das Licht und die Weite hätten Suchtpotential und das Wissen, dass man alleine unterwegs sei, mache achtsam und unglaublich frei.

-eh-