Wuhrfest-Gottesdienst vom 30. Juni 2019

 (sl) Die musikalischen Beiträge sowohl der MG Zetzwil wie auch der MG Gontenschwil waren auf

einem erfreulich hohen Niveau und ernteten stets grossen Applaus. Eine grandiose Leistung haben alle HelferInnen erbracht bei dieser Hitze! 

Pfr. Lobsiger hat im Kurz-Gottesdienst mit Unterstützung von BläserInnen und Gemeindegliedern

die untenstehende AFRIKANISCHE GESCHICHTE interpretiert:

  

EINE GESCHICHTE AUS AFRIKA

Es waren einmal eine Mutter und ein Vater, die hatten zwei Töchter. Je älter und gebrechlicher die Eltern wurden, desto mehr dachten sie über ihr Leben nach. Und manchmal kamen ihnen Zweifel, ob sie ihren Kindern wohl das Wichtigste für ihr Leben mitgegeben hatten. Weil sie diese Frage nicht losliess, beschlossen sie, ihre Töchter mit einem besonderen Auftrag auf eine Reise zu schicken. Sie liessen sie also zu sich kommen und sagten:

„Wir sind alt und gebrechlich geworden. Unsere Spuren werden bald verblassen. Nun möchten wir, dass ihr in die Welt hinaus geht und dort eure ganz persönlichen Spuren hinterlasst.“

 

Die Töchter taten, wie ihnen geheissen wurde und zogen hinaus in die Welt.

 

Die eine begann sogleich eifrig damit, Grasbüschel zusammenzubinden, Zeichen in Bäume zu schnitzen, Äste zu knicken und Löcher zu graben, um ihren Weg zu kennzeichnen.

 

Die andere Tochter jedoch sprach mit den Leuten, denen sie begegnete, sie ging in die Dörfer und arbeitete mit den Menschen, feierte und litt mit ihnen.

 

Nach geraumer Weile kehrten beide zu ihren Eltern zurück. Diese nahmen dann gemeinsam mit ihren Töchtern ihre letzte und beschwerliche Reise auf sich, um die Zeichen ihrer Töchter sehen zu können. Sie kamen zu den Grasbüscheln. Aber Wind hatte sie verweht, die gekennzeichneten Bäume waren gefällt worden und die Löcher, die eine der Töchter gegraben hatte, waren bereits wieder zugeschüttet.

 

Aber wo immer sie auf ihrer Reise hinkamen, kamen Menschen, jung und alt, auf die andere Tochter zugelaufen und freuten sich, dass sie sie wiedersahen und luden sie zum Essen und Tanzen ein.

 

Am Ende der Reise sagten die Eltern zu ihren Töchtern:

Ihr habt beide versucht, unseren Auftrag zu erfüllen. Du, unsere Tochter, hast viel geleistet und gearbeitet, aber deine Zeichen sind verblichen. Du, unsere andere Tochter, hast Zeichen und Spuren in den Herzen der Menschen hinterlassen. Diese werden für immer bleiben.